Exoplaneten aufspüren

Die meisten Exoplaneten wurden nie direkt fotografiert – sie verraten sich nur durch ihre Wirkung auf den Mutterstern. Stelle ein Planetensystem zusammen und sieh, wie es sich per Transitmethode (Helligkeitseinbruch) oder Radialgeschwindigkeitsmethode (Sternwackeln) aufspüren lässt.

Umlaufperiode: 4,1 Tage Stern: 1,00 M☉ · 1,00 R☉ · 5772 K Transit-Tiefe: 1,01 % Transitdauer: 3,2 h Impact-Parameter b: 0,09 Transit sichtbar: ja
Stern Planet

So funktioniert's

Zieht der Planet vor seinem Stern vorbei, blockiert er einen winzigen Teil des Sternlichts. Die Lichtkurve unten zeigt diesen Helligkeitseinbruch: Tiefe und Dauer verraten die Größe des Planeten und seine Bahn.

Der „Impact-Parameter" b beschreibt, wie zentral der Planet vor der Sternscheibe vorbeizieht (b = 0: durch die Mitte, b ≥ 1 + Rp/R*: kein Transit). Je größer die Bahnneigung von 90° abweicht oder je weiter der Planet vom Stern entfernt ist, desto eher verfehlt er die Sternscheibe.

Tipp: Wechsle den Sterntyp zu „M-Zwerg" – bei gleicher Planetengröße wird der Transit viel tiefer und das RV-Signal viel stärker, weil der Stern selbst viel kleiner und leichter ist.

Physikalischer Hintergrund

Beide Methoden nutzen dieselbe Umlaufperiode, berechnet über das dritte Kepler-Gesetz: P = 2π · √(a³ / (G·(M* + Mp))).

Die Transit-Tiefe entspricht dem Flächenverhältnis der Scheiben: ΔF/F = (Rp/R*)². Die Lichtkurve wird hier aus der tatsächlichen kreisförmigen Überlappung von Planeten- und Sternscheibe berechnet (daher die runden Ein-/Austrittsflanken statt einer scharfen Kante).

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