Sterne lassen sich nach zwei Größen ordnen: Oberflächentemperatur und Leuchtkraft. Stelle die Masse eines Sterns ein und beobachte, wo er im Diagramm landet – und wie er sich im Lauf seines Lebens durch das Diagramm bewegt.
Nahaufnahme des aktuell eingestellten Sterns (schematisch, nicht maßstabsgetreu) – Farbe und Größe folgen Temperatur und Radius, die Animation passt sich der aktuellen Entwicklungsphase an.
Der Regler stellt die Masse eines neu entstandenen Sterns ein. Aus der Masse ergeben sich – über feste physikalische Beziehungen – automatisch seine Leuchtkraft, sein Radius und seine Oberflächentemperatur. Der Punkt im Diagramm zeigt, wo dieser Stern auf der Hauptreihe liegt.
Die x-Achse (Temperatur) läuft ungewöhnlich herum: heiße, blaue Sterne stehen links, kühle, rote Sterne rechts – so wurde das Diagramm 1911/1913 von Hertzsprung und Russell eingeführt und so wird es bis heute gezeichnet.
Mit „Entwicklung abspielen" verlässt der Stern die Hauptreihe und durchläuft im Zeitraffer sein weiteres Leben – vom Riesen- bzw. Überriesenstadium bis zum Endstadium (Weißer Zwerg, Neutronenstern oder Schwarzes Loch), abhängig von seiner Anfangsmasse. Der Regler „Entwicklungsphase" lässt sich auch von Hand hin- und herschieben, um jeden Zwischenschritt in Ruhe zu betrachten.
Tipp: „Bekannte Sterne zeigen" blendet einige real vermessene Sterne zur Orientierung ein – von Roten Zwergen bis zu Überriesen.
Die Leuchtkraft eines Hauptreihensterns hängt stark von seiner Masse ab (Masse-Leuchtkraft-Beziehung, hier stückweise angenähert): L ≈ M^3.5 für sonnenähnliche und schwerere Sterne, mit flacheren Potenzen für sehr leichte Rote Zwerge und sehr schwere Sterne.
Aus Leuchtkraft L und Radius R (angenähert über R ≈ M^0.8 bzw. M^0.57) folgt die Temperatur über das Stefan-Boltzmann-Gesetz: T = T☉ · (L/L☉)^0.25 / (R/R☉)^0.5. Diese Formel ist so kalibriert, dass sie für M = 1 M☉ exakt die Sonnenwerte liefert.
Die Lebensdauer auf der Hauptreihe skaliert mit t ≈ 10 Mrd. Jahre / M^2.5 – schwere, helle Sterne verbrauchen ihren Wasserstoffvorrat trotz größerer Menge sehr viel schneller als leichte, leuchtschwache Sterne.